Diskriminierung im Engagement
Freiwilliges Engagement lebt von dem gemeinsamen Einsatz für eine gute Sache. Aber natürlich erleben Menschen auch im Rahmen ihres freiwilligen Engagements Diskriminierung.
Diskriminierung kann offen oder auch subtil auftreten, zum Beispiel durch abwertende Bemerkungen, Ausgrenzung, ungleiche Behandlung oder Machtmissbrauch. Wichtig ist: Du bist damit nicht allein, und du musst das nicht hinnehmen. Du hast das Recht auf Wertschätzung, Sicherheit und Gleichbehandlung – auch im Engagement.
Was tun, wenn ich betroffen bin?
1. Deine Wahrnehmung ernst nehmen
- Diskriminierung muss nicht „beweisbar“ sein, um real zu sein.
2. Gespräch suchen (wenn möglich und sicher)
- Sprich die Situation ruhig und sachlich an.
- Schilder deine Perspektive und dein Erleben.
- Wichtig: du musst nicht mit der Person ins Gespräch gehen – wenn du dich damit nicht wohl fühlst, kannst du den Schritt einfach überspringen.
3. Vorfälle dokumentieren
- Notiere: Was ist passiert? Wann? Wo? Wer war beteiligt? Wie hast du dich gefühlt?
- Das hilft ggf. bei weiteren Schritten.
4. Unterstützung in der Organisation holen
- Austausch mit anderen Engagierten kann entlasten.
- Wende dich an die Ehrenamtskoordination, Vertrauenspersonen oder den Vorstand/ die Leitung.
5. Externe Beratung nutzen
Unabhängige, vertrauliche und kostenlose Hilfe bei:
- Antidiskriminierungsstelle des Bundes
- Anlaufstelle gegen Gewalt und Diskriminierung – Yekmal e.V.
- Registerstelle Neukölln / Amaro Foro e.V.
- ADNB (Türkischer Bund Berlin-Brandenburg)
- EACH ONE Antidiskriminierung
- Schwulenberatung Berlin
- Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus
Du kannst auch den Beratungsstellen-Finder des Landes Berlin nutzen.
6. Diskriminierung beim NEZ melden
Wenn du in einer NEZ Einsatzstelle Diskriminierung erfahren hast, möchten wir dich ermutigen, deine Erfahrung mit uns zu teilen. Wir nehmen deine Erfahrung ernst.
